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SEO ABC Teil 1 ✅

Was ist Onpage-SEO?

Immer wieder stelle ich fest, dass viele Leute mit der Terminologie der SEO-Schwierigkeiten haben. Deswegen möchte ich hier die einfachsten und grundlegendsten Begriffe erklären. Dabei bemühe ich ausschließlich meine eigene Art die Dinge zu kommunizieren. Heute behandle ich den Begriff „Onpage-SEO“

Onpage ist alles was mit der Website selbst zu tun hat. Das Onpage-Seo umfasst die Programmierung, die Meta-Angaben, die UX (User experience), also die Bedienbarkeit bzw. die Benutzerfreundlichkeit der Website, die interne Linkstruktur, die Attribute der Website-Elemente, die Websiteperformance, die Mobiltauglichkeit. Zusammenfassend könnte man sagen, Onpage beinhaltet die Innenansicht einer Website. In der SEO muss eine Website Onpage Mindestanforderungen erfüllen. Diese sind in mancherlei Hinsicht schwer zu erfüllen. Gerade was die Website-Performance angeht, erwarten die Suchmaschinen hier einiges an technischen Know How, um die geforderte Website-Speed zu erreichen. Hier sind zuerst einmal die Dateigrößen im Auge zu behalten. Vor allem Bilder und Bildelemente sollten nie überdimensioniert sein und entsprechend komprimiert werden. Ich habe nicht selten Websites gesehen, wo sich hinter kleinen Bildchen riesige Fotos befanden, oftmals sogar in der nativen Kamera-Auflösung. Natürlich ist der Dateiname des Bildes auch sehr wichtig, er sollte so gewählt sein, dass er zum Motiv passt. Bilder sollten entsprechende Alt-Tags besitzen und wann immer möglich auch einen Title-Tag verwenden. Hier lassen sich diverse Informationen unterbringen und wer hier gut arbeitet, landet mit seinen Bildern auch in der Bildersuche von Google. Zur Onpage-SEO zählt auch die Sicherheit der Website, hier zumindest das korrekt installierte SSL-Zertifikat.

Sicher könnte ich hier allein zum Onpage-SEO ein ganzes Buch schreiben, aber für den geneigten Leser genügen die genannten Aspekte, um grundsätzlich verstehen zu können, was Onpage-SEO bedeutet. In jedem Fall muss ich hier auch sagen, dass Onpage-SEO früher ein größeres Gewicht hatte als heute. Google und Co. interessieren sich hauptsächlich für den Content. Selbst eine Page, wo es Onpage nicht 100%ig topp aussieht kann, wenn Sie einzigartigen und guten Content beinhaltet, gut ranken. Besonders wichtig sind die mobilen Fähigkeiten der Website. Ohne gut auf mobilen Endgeräten zu funktionieren, wird es eine Website schwer haben gut zu ranken.

Was ist Offpage?

Beschäftigt sich Onpage mit der Website selbst, ist Offpage alles was von außen auf eine Website einwirkt. Die SEO als Bestandteil des Suchmaschinenmarketings, kann ihre wirkliche Power erst im Offpage-Bereich entwickeln. Onpage gibt es natürliche Grenzen. Eine Website kann nur ein bestimmtes Maß an Qualität erreichen. Anders sieht es bei der Offpage-SEO aus. Hier ist das Potential unerschöpflich und ist nur begrenzt durch Ressourcen, wie Geld, Zeit, Fleiß und natürlich Fantasie. In der SEO kann Fleiß sehr viel kompensieren, jedoch nicht alles.

Ein Hauptziel im Offpage-SEO-Bereich ist die Steigerung der allgemeinen Sichtbarkeit. Dieses Ziel ist überhaupt das globale Ziel im Marketing und es wird immer eine Verbesserung der Bilanzen zur Folge haben, besser sichtbar zu sein. Welche Strategie jeder hier verwendet, ist wieder von den Ressourcen abhängig. Wer finanziell gut dasteht, kann das alles in eine Agentur auslagern oder an einen Freelancer. Mir persönlich sind Freelancer lieber, als eine Agentur, obwohl ich selbst in einer Agentur arbeite 😊. Wenn ich nicht den ganzen Behördenkram hassen würde, wäre ich auch Freelancer.

Nach meiner Erfahrung sind Freelancer sehr viel flexibler und investieren mehr Fleiß. Sie sind in der Regel auch sehr viel schneller als eine Agentur, aber sie sind meistens auch viel teurer. Gerade im IT-Sektor, wozu ich auch das Webdesign und die SEO zähle, sind Tagessätze von 1.000 EUR keine Seltenheit und wer sich auf den bekannten Freelancer-Portalen umsieht, wird sehen, dass viele der teuersten Freelancer oft Monate lang ausgebucht sind. Sie genießen eine sehr hohe Zufriedenheitsquote und sie sind die eigentlichen Konkurrenten von Agenturen. Bei Freelancern gibt es keine Hierarchie und das mag auch der erste Grund dafür sein, warum sie schneller und meistens auch besser arbeiten. Hat ein Freelancer einen Auftrag, dann gibt es kein Wochenende und kein Feiertag.

Zurück zur Offpage-SEO.
Sehr wichtig und geradezu essentiell ist der Aufbau eines guten Backlink-Profils. Hier geht es nicht um Masse, sondern um Klasse. Ein starker Backlink von einer einzigen Quelle mit hohem Trust kann wertvoller sein, als 1.000 Backlinks von minderwertigen Quellen. Backlinks stellen eine Art Empfehlung dar. Verweist eine andere Website auf ein Angebot deiner Website, kann es dafür nur 2 Gründe geben. Entweder du hast den Link gekauft oder dein Angebot ist so gut, dass andere darauf freiwillig verweisen. Links zu kaufen oder zu verkaufen ist laut Google-Webmaster-Richtlinie verboten. Bekommt Google das spitz, dann werden beide Seiten bestraft. Ich war immer ein Feind dieser Richtlinie, weil ich denke, es geht Google nichts an, was ich mit meiner Website mache. Da Google aber praktisch ein Quasi-Monopol hat, muss man sich unterwerfen, oder eben Google selbst ignorieren und andere Wege finden, damit die eigene Website gefunden wird. Das ist zwar nicht unmöglich, aber sehr schwer. Ohne das Wohlwollen von Google hat es jeder Webmaster schwer.
Im Grunde verstößt Google selbst gegen seine eigene Richtlinie. Denn, was ist es anderes, wenn Google in den Suchergebnissen Werbung verkauft, als der Verkauf von Links auf der eigenen Website? Es gibt hier keinen Unterschied. Nun wie heißt es schon seit Römer-Zeiten: Quod licet Iovi, non licet bovi. Das bedeutet so viel wie: Was dem Jupiter erlaubt ist, ist dem Ochsen noch lange nicht gestattet. Backlinks von vertrauenwürdigen Quellen erhöhen die Autorität deiner Website.

Auch Signale aus den sozialen Netzwerken haben einen gewissen Wert. Allerdings ist dieser lange nicht so hoch wie eine echter Backlink von einer anderen Website. Offiziell spielen Signale aus den sozialen Netzwerken keine Rolle beim Ranking. Jedoch erhöhen diese die Sichtbarkeit und steigern die Wahrscheinlichkeit, dass Interessenten sich dein Angebot ansehen.

Neben Backlinks und Signalen aus den sozialen Netzwerken sind auch Erwähnungen, sogenannte Mentions sehr wichtig. Selbst ohne Link, kann die Erwähnung z.B. eines Unternehmens indirekt der Autorität einer Website zugutekommen. Hier sind besonders Fachpublikationen zu nennen. Wird in einer solchen ein Unternehmen genannt oder nur namentlich Bezug auf eine Website genommen, stellt das auch ein starkes Signal dar. Sogar aus dem Printbereich kann die Erwähnung eines Unternehmens oder einer Website positive Effekte haben. Nicht umsonst wird so viel in Zeitungen und anderen Print-Publikationen geworben.
Wer es sich leisten kann, der schaltet direkt bei den Suchmaschinen Werbung. Das ist zwar teuer, aber kurbelt meistens den Traffic an und erhöht oftmals den Umsatz.

Wie ich bereits schrieb, ist der Onpage-Bereich in engen Grenzen gerahmt. Offpage gibt es praktisch keine solchen Grenzen. Alles was der Sichtbarkeit dient, stärkt das Brand und letztlich, auch wenn nicht rechtlich gesichert, stellt jede Website, jedes Produkt oder jede Dienstleistung eine Art Brand dar. Jedenfalls sollte das der Unternehmer oder Webmaster so behandeln. Offpage-SEO wirkt von der Offline-Welt in die Online-Welt und natürlich auch umgekehrt.

Offpage-SEO ist die Welt des Marketings. Ob nun mit Einsatz von Geld oder ohne, hier kann jeder sehr viel tun für seine Website.

Z.B. ist der Eintrag bei Google my Business und dem Aquivalent von Bing kostenlos und wer hier nicht aktiv wird, ist selbst Schuld.

Am Ende bleibt der immer und immer wiederkehrende Hinweis: Content ist King. Ist das Angebot gut, wird es auch angenommen, wenn die Sichtbarkeit gut ist. Arbeite also für die Sichtbarkeit deiner Website!